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Odenwälder Lammwochen 2013
20 Jahre Odenwälder Lammwochen
Mit großem Engagement und viel Herzblut starteten 1994 die Hotel- und Gaststättenverbände der drei Landkreise Odenwaldkreis, Bergstraße und Darmstadt-Dieburg gemeinsam mit dem Schäferverband die 1. Odenwälder Lammwochen. Unterstützt wurden sie dabei von Horst Schnur, dem damaligen Landrat des Odenwaldkreises. Die Verbindung von Schäfern und Gastronomen, die Präsentation der kreativen und qualitativ hochwertigen Odenwälder Küche, die Landschaftspflege und die Förderung der regionalen Entwicklung - das waren schon zu Beginn die Schlagworte und Ideen dahinter.
Während anfänglich selbst kopierte Unterlagen für die Odenwälder Lammwochen warben, freuen wir uns heute, Ihnen die Internetseite und diese Broschüre zu präsentieren.
Bis 2010 fanden die Lammwochen um die Osterzeit statt, dann wurden sie in den Juni verlegt. So verbringen die Lämmer mehr Zeit auf den kräuterreichen Wiesen des Odenwaldes und sind noch schmackhafter.
Die Tradition der Schafhaltung im Odenwald
Die Schafhaltung war schon immer fester Bestandteil der landwirtschaftlichen Nutzung des Odenwaldes, wenngleich sie stark zurückgegangen ist. Auf der Internetseite des Odenwälder Schäfervereins ist nachzulesen, dass um 1850 im Odenwald etwa 13.000 Schafe gehalten wurden, während es heute noch ca. 6.500 Tiere gibt. Die robusten, anspruchslosen Tiere finden auf den kargen, kräuterreichen Weideflächen der Mittelgebirgslandschaft des Odenwaldes abwechslungsreiches Futter und danken dies mit schmackhaftem Fleisch.
Schafe als Landschaftspfleger
Mit der Schafhaltung leisten die Odenwälder Schäfer einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege. Durch die Schafe werden Weideflächen gemäht, Streuobstwiesen gepflegt und Täler offen gehalten. Das jüngste Beispiel für Landschaftspflege ist das Abweiden der Grünflächen unter einer Solaranlage im Brombachtal durch Schafe. Durch das Abweiden von Flächen bilden sich ganz besondere Pflanzengesellschaften. Zudem tragen die Schafe zur Verbreitung von Pflanzenarten bei, indem sie Samen, die im Fell hängen bleiben, weiter transportieren.
Haltung seltener Schafrassen – Beitrag zum Erhalt der Biodiversität
Weltweit gibt es etwa 400 bis 600 verschiedene Schafrassen, über 40 davon werden in Deutschland gezüchtet. Die von den Odenwälder Schäfern gehaltene Vielfalt an Schafsrassen ist groß. Wer aufmerksam über Feld und Flur wandert, dem werden uralte Rassen, wie die Skudden, begegnen, aber auch populäre Rassen wie das Rhönschaf, die Heidschnucke oder das Soayschaf. Jede Rasse hat ihre Besonderheiten. Die Odenwälder Schäfer leisten mit der Rassevielfalt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.
Warum ist Lammfleisch gesund?
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wird in Deutschland wenig Lammfleisch gegessen. Dabei ist Lammfleisch fettarm und gesund. Es ist besonders reich an Mineralstoffen und B-Vitaminen. Lammfleisch stammt von Tieren, die nicht älter als zwölf Monate sind. Es ist sehr zart, mild im Geschmack, aber würzig. Schaffleisch hingegen hat ein sehr deutliches Eigenaroma. Von Schaffleisch spricht man, wenn die Tiere älter als zwölf Monate sind. Zu den Odenwälder Lammwochen werden Odenwälder Weidelämmer angeboten. Die Lämmer sind auf den Odenwälder Weiden aufgewachsen, haben sich von frischem Grün und Kräutern ernährt und werden im Alter von etwa 8 Monaten geschlachtet.

